Makett Show Mosonmagyaróvár (Ungarn) 2006

Seit 2001 nimmt der 1. Modellbauclub Mainz e. V. an der Ausstellung in Mosonmagyaróvár (Ungarn) teil. Das Städtchen mit seinen ca. 30000 Einwohnern (davon rund 150 Zahnärzten lt. Internet) liegt im Nordwesten des Landes nahe der Grenze zu Österreich und der Slowakei. Neben seiner schönen Innenstadt ist Mosonmagyaróvár oder mit seinem deutschen Namen "Wieselburg-Ungarisch Altenburg" auch Ausgangspunkt interessanter Ausflüge zu den Naturschutzgebieten Neusiedler See oder Mosoner Donau. Aufgrund seiner Nähe zu Österreich und der (noch) etwas günstigeren Preise verbringen auch viele Wiener ihr Wochenende dort. Mosonmagyaróvár ist der Sitz der 1. agrarwissenschaftlichen Hochschule in Ungarn. Um 1920 ist die heutige Stadt aus dem Zusammenschluß der ehemaligen Gemeinden Wieselburg (Moson) und Ungarisch Altenburg (Magyaróvár) entstanden. Mosonmagyaróvár ist übrigens auch Partnerstadt von Hattersheim am Main.

Die Ausstellung selbst ist in erster Linie ein riesiger Modellbauwettbewerb. Einige Hundert Modellbauer aus ganz Europa, vorwiegend aber aus den Ländern Ost- und Südosteuropas nehmen in ca. 40 Kategorien daran teil. Hinzu kommen eine Vielzahl von Sonderwertungen (Preise für die besten Modelle von Kindern und Jugendlichen, die besten handbemalten Modelle, ...) und Prämierungen bei den Schwerpunktthemen. Die ersten Plätze jeder Kategorie werden prämiert, Urkunden und Pokalen bei der großen Preisverleihung von Prominenten überreicht.

Mosonmagyarovar2Stadtzentrum von Mosonmagyaróvár

Es werden fast 2000 Modelle bei dem Wettbewerb eingereicht. Hinzu kommen noch viele Vereinsstände. Das Niveau der gezeigten Modelle ist generell sehr hoch. Wer in den klassischen Kategorien "Flugzeug", "Militärfahrzeug" oder "Dioramen" antritt, sollte schon in einem gewissen Maß von dem "olympischen Gedanken" durchdrungen sein. Die Freude über eine gute Platzierung ist entsprechend hoch bei den geehrten Modellbauern. Da alle Modelle entsprechend ihrer Klassifizierung auf die Ausstellungssäle verteilt werden und anonym beschriftet sind, ist es manchmal sehr schwer, gezielte Fragen zu einem Modell zu stellen. Man muss schon etwas Glück haben, den jeweiligen Modellbauer zu finden. Das ist sicherlich etwas ungewohnt für uns.

Während die Jury die Modelle bewertet, sind die Ausstellungssäle geschlossen. Zeit für die Modellbauer an dem Rahmenprogramm teilzunehmen, das die Gastgeber wie immer sehr liebevoll vorbereiten, oder Zeit einen der vielen Händlerstände zu besuchen. Das Angebot ist erdrückend und notgedrungen wird man zum Wechselkursjongleur zwischen Euro, ungarischen Forint oder slowakischen Kronen. Seit 2006 sind die Händler überwiegend in der gegenüberliegenden Agrarhochschule, wodurch zusätzlicher Platz für die Vereinsstände zur Verfügung steht, was die Ausstellung zusätzlich belebt.

Alles in allem ist die Ausstellung eine große Herausforderung besonders für die Organisatoren, die stets sehr freundlich ein großes Pensum bewältigen müssen. Die Informationen zur Ausstellung und zur Anreise/Übernachtung/Programm werden in mehrere Sprachen übersetzt und verschickt. Für die wichtigsten Sprachen gibt es Ansprechpartner im Vorfeld und auch während der Ausstellung. Der Dank für diese großartige Unterstützung ist unser Wiedersehen.

Alle Fotos. O. Stelmaszyk