Der 1. März 2014 stand wieder ganz im Zeichen des Modellbaus bei den Freunden aus Willebroek (Belgien). Die Kollegen haben das Zähneklappern und die dick eingepackten Besucher und Aussteller in den letzten Jahren richtig verstanden und die Ausstellung vom Winter in das Frühjahr verlegt. Vorbei ist es mit 20 cm hohem Schnee, während der Fahrt einfrierenden Fensterscheiben und kalten / nassen Schuhen. Dafür vorab schon einmal meinen leidgeprüften Dank.

Willebroek liegt genau 411 Kilometer von uns entfernt zwischen Antwerpen und Brüssel. Da ich die Ausstellung seit nunmehr 5 Jahren regelmäßig besuche, kann ich auch den Wandel in der Ausstellerqualität feststellen. Die Teilnehmer zeigen qualitativ immer hochwertigere Modelle und man muss sich nur mit den Kollegen aus Belgien und Holland unterhalten oder einfach mal dazusetzen und ein Gespräch beginnen. Die Modellbauer helfen gerne mit Rat und Tat weiter. Bestimmt sind die französischen Modellbauer nicht anders, allerdings hapert es hier massiv an der Sprache. Ich wollte eine Frage an einen französischen Modellbauer stellen und habe die Kollegen aus Willebroek deshalb um Hilfe gebeten. Mein Kontakt sprach nur deutsch/belgisch, seine Frau belgisch/französisch und so haben wir alle meine Fragen in einer gemeinschaftlichen multikulturellen Aktion klären können. Es geht doch.

Die Ausstellung fand in einer Sporthalle statt, die wie jedes Jahr (seit der Termin in den März gelegt wurde) voll belegt war. Neben den Vereinen, findet man hier alles, was das Modellbauherz höher schlagen lässt. Viele Händler und noch mehr Vereine zeigen was möglich ist. Die belgischen und niederländischen Modellbauer haben die Angewohnheit, weniger auszustellen und dafür mehr in der Ausstellung zu bauen. Aber was hier gezeigt wird, entspricht einem sehr hohen Standard. Wer hier Fragen hat, kann jederzeit mit dem Modellbauer ins Gespräch kommen.

Der Bereich um den Wettbewerb wird immer stärker frequentiert und mit immer besseren Modellen bestückt. Die Preise sind jedes Mal wieder ein Augenschmaus, da es sich nicht um einfache Pokale handelt. Jedes Jahr wird ein aufwendig gestaltetes Display mit einem Hut oder Helm aus der belgischen Geschichte modelliert und abgegossen. Diese Preise sind echt schön, erfordern aber Mitglieder, die sich mit der Modellierung und dem Abguss, sowie dem Lackieren der Preise beschäftigen. Ich ziehe vor den belgischen Freunden aus Willebroek meinen Hut.

Der Auftakt zur Ausstellung ist das Frühstück für die Aussteller, welches aus einem Omlett mit Speck und Brot besteht. Dazu gibt es Kaffee oder Tee. Die hungrigen Gäste können dann auch im Bistro Hamburger und Bratwurst (beides sehr lecker) zu sehr moderaten Preisen genießen. 3 € für einen Hamburger mit Zwiebeln ist nicht teuer.

Die Ausstellung war wieder ein voller Erfolg für die Freunde aus Willebroek und ich freue mich schon jetzt auf das nächste Jahr, wobei ich die Fahrtzeit von 4 Stunden gerne in Kauf nehme.

Alle Fotos Kai Menzel