Oliver Stelmaszyk: Pfalzgrafenstein

Rheingrafenstein/KaubFoto: Oliver Stelmaszyk

Im Jahre 1327 begang der Bau der Pfalzgrafenstein mitten im Rhein auf einem Felsen. Der sechsgeschossige, fünfeckige Einzelturm hatte die Aufgabe eine bessere Eintreibung der Rheinzölle zu gewährleiten. Da Ludwig der Bayer, zu dessen Königreich Kaub gehörte, Zoll erhob, folgten Proteste des Papstes und des Erzbischofs, da sie selbst an den Zolleinnahmen interessiert waren. Daraufhin wurde die Zollburg um eine zwölf Meter hohe sechseckige Ringmauer erweitert. Im Jahre 1339 wurde erstmals der Name Pfalzgrafenstein erwähnt, dessen Endung "Stein" gleich "Fels" hieß. Die Burg wurde, trotz vieler Jahre Krieg und wechselnden Besetzungen der Stadt Kaub, nicht zerstört oder beschädigt. In der Neujahrsnacht 1813/14 setzte an dieser Stelle Fürst Blücher mit fast 90.000 Soldaten über den Rhein.

Im Jahre 1803 wurde die Burg Besitz des Herzogtums Nassau, gelangte aber im Jahre 1866 in den Besitz des Königstums Preußens. Dieser hob den Zollbetrieb im Jahre 1876 auf und führte damit das Ende der Zolleinnahmen bei.

Bis in die 60er Jahre wurde der Pfalzgrafenstein als Signalstation der Rheinschifffahrt genutzt und Ende 60er, Anfang 70er Jahre komplett neu renoviert und instandgesetzt.

Der Kartonbausatz von Schreiber in 1/250 wurde im wesentlichen unverändert gebaut. An einigen Stellen wurden jedoch Details ergänzt wie zum Beispiel die Treppe zum Haupteingang, die gänzlich fehlte. Die Nachbildung der Rheininsel soll dem Modell etwas von dem fantastischen Ambiente des Pfalzgrafenstein geben. Man kann auch sehr viel mehr Zeit in das Modell investieren und gerade die Wehrgänge und Arkaden fein herausarbeiten, wie das ein anderer Modellbauer im Internet gezeigt hat. Das war schon eine Klasse für sich. Aber ganz so schlecht ist mein Modell nicht. Sonst wäre es in Ungarn nicht prämiert worden.