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Der Großunterstand in Hatten nördlich von Straßburg war Teil der Maginot-Linie. Der Bunker informiert nicht nur über das Leben der dort stationierten Soldaten sondern auch über die Zeit der deutschen Besatzung. Im Bunker selbst und in weiteren Gebäuden auf dem Gelände wurden Sonderausstellungen eingerichtet:

  • Zerstörung von Hatten und anderer Dörfer während der letzten deutschen Offensive im Zweiten Weltkrieg (Operation Nordwind)
  • Das Schicksal der Franzosen, die während des Krieges in der Wehrmacht dienen mussten und die in sowjetische Kriegsgefangenschaft gerieten 
  • Eine Modellbauausstellung, die Objekte und Geschichte der Maginot-Linie zeigt

Ergänzt wird das Ganze um eine Ausstellung von Flugzeugen und Fahrzeugen im Freigelände. Leider sind viele dieser Objekte ungeschützt der Witterung ausgesetzt.

Ich war beeindruckt von den Anstrengungen, die hier unternommen wurden, um für die nachfolgenden Generationen Geschichte lebendig zu machen.

Alle Fotos: Oliver Stelmaszyk

 

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Hätte ich nicht den Reisebericht meiner Modellbaukollegen vor einiger Zeit gelesen, wäre ich wahrscheinlich nicht im MM Park France in La Wantzenau gelandet. Das Museum in der Nähe von Straßburg bietet eine sehr umfangreiche Sammlung von Miltärfahrzeugen, Uniformen und Waffen. Es informiert weiterhin über die deutsche Besatzungszeit und den Einsatz von Agenten im besetzen Frankreich (Plan Sussex). Die ausgestellten Modelle im Rahmen der Operation Sussex waren top gebaut. Ein Shop am Eingang bietet eine recht gute Literaturauswahl passend zu der Ausstellung. Einziger Wermutstropfen war, dass die Infotafeln überwiegend nur auf Französisch jedoch kaum auf Deutsch waren.

 

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Pula als wichtigster Hafen der k.u.k.-Marine war mir zwar ein Begriff, aber erst eine Doku im Fernsehen über den Untergang der SMS Szent István weckte in mir den Wunsch, diesen Friedhof auch einmal zu besichtigen. Der geplante Urlaub in Pula musste deshalb auch die Möglichkeit bieten, ohne großen Aufwand auf diesen Friedhof zu gehen. Um es vorweg zu nehmen: die Gräber der besagten Besatzung habe ich nicht gefunden.

Wieviel Menschen dort wohl ihre letzte Ruhe gefunden haben mögen? Die Marine des Vielvölkerstaates war sicherlich überschaubar und wer heil aus allen Gefahren wieder nach Hause kam, der fand seine letzte Ruhestätte wohl eher bei seiner Familie in der Heimat. Also ein kleiner Friedhof? Wenn man aber dem Internet glauben darf, so sind dort auf dem 1862 errichteten Friedhof mit nunmehr 22.000 qm ca. 150.000 Kriegstote begraben. Ich zitiere die Website der Stadt Pula: "Hier wurden 12 österreichisch-ungarische Admirale  und ein türkischer Admiral beigesetzt, außerdem etwa dreihundert italienische und deutsche Soldaten, die Opfer vom Schiff „Baron Gautsch“ und die Kriegsschiffbesatzungen von „Szent Istvan“ und „Viribus Unitis“ ". Man findet dort - soweit man die teilweise schon verwitterten Grabstein entziffern kann - auch Angehörige des Marinepersonals wie Kinder oder Witwen, also nicht nur reine Seemänner. Trotzdem blieb die große Zahl von 150.000 Toten auch weiterhin überraschend. Ich konnte diese Frage auch bisher für mich nicht eindeutig beantworten, da ich in der kurzen Zeit auch keine entsprechende Dokumentation finden konnte. Auf dem Marinefriedhof sind auch Gefallene des Zweiten Weltkrieges bestattet. Sie ruhen entlang der äußeren Friedhofsmauer. Alle stumme Zeugen des letzten kriegerischen Wahnsinns.

Alle Bilder von Oliver Stelmaszyk (wären qualitativ wohl besser geworden, wenn meine Kamera nicht gestreikt hätte und ich nicht zum Smartphone hätte greifen müssen).

 

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Wer in Pula oder Umgebung Urlaub macht, kommt an Fort Verudella kaum vorbei. Man hat dort 2002 Jahren ein sehr interessantes Aquarium untergebracht, das über Fische und Schildkröten im Mittelmeerraum und den Tropen informiert. Ein richtiger Touristenmagnet, besonders für die Kleineren, zumal das Aquarium in unmittelbarer Nähe zu einem der beliebtesten Strände liegt. Eine clevere Art, die Festung einer neuen Bestimmung zuzuführen und gleichzeitig auch für ihren Erhalt zu sorgen.

Das Küstenfort selbst war Teil der umfangreichen Verteidigungsanlagen im südlichen Teil Istriens. Es wurde zusammen mit der Batterie San Giovanni 1882 erbaut und bis 1886 bewaffnet. Die Hauptbewaffung bestand aus zwei 28cm-Minimalschartenkanonen L/35 in einem Panzerturm. Die Besatzung bestand aus 7 Offizieren und 218 Mannschaften. In unmittelbarer Nähe zum Fort wurden weitere Batterien sowie ein Munitionsdeport gebaut.

Ich zitiere aus dem Infoblatt:"Das Fort hat einen pentagonalen, nahezu symmetrischen Grundriss, bestehend aus einem aus Stein errichteten zweistöckigen Kasernenblock, teilweise in Fels gebaut und umfasst von einem Erdwerk. Die Kaserne ist errichtet aus Mauerwerk, vergleitet mit schön geschnittenen Steinen, Ziegeln an den Kasemattendecken, Beton und Stahlbeton. Der zentrale Punkt des Forts ist die Artillerieanlage, eine Panzerdrehkuppel, deren Fundament über beide Stockwerke reicht. Das Verdeck besteht aus Stahlbeton, bedeckt mit einer starken Erdschicht. Darauf befinden sich die Überreste der Beobachtungs- und Entfernungsmessgeräte, teils gepanzert, sowie Geschützstände aus dem Zweiten Weltkrieg, heute mit Büschen und Bäumen bewachsen. Parallel zur Hauptachse besteht hinter dem Kasernentrakt ein Hof, der mit einer Steinmauer umschlossen ist, die den Haupteingang mit seinem zweiflügeligen Tor und Schießscharten enthält. Der Haupteingang im Süden besteht aus einem einfachen Steinportal. Daneben befindet sich der Kehlkoffer für die Eingangsverteidigung. Rund um das Fort besteht ein tiefer Verteidigungsgraben mit 2 Flankenkoffern, die über Poternen im Fels mit dem nördlichen Teil der Kaserne verbunden sind. Der Kehlgraben im Bereich des Einganges wurde teilweise geschlossen und statt der ehemaligen Eingangsbrücke besteht nun ein betoniertes und teilweise asphaltiertes Plateau. Der ehemalige Garten vor dem Koffer ist kaum mehr zu sehen. Der Graben ist von einem Erdwerk umschlossen, das Glacis, welches seitlich und frontal höher gebaut wurde als an der Kehle. Daneben befindet sich noch eine Scheinwerferposition. Hinter der Kehlfront befinden sich noch versenkte Munitionsbunker, verbunden mit einer Straße zum Fort."

Fort Verudella ist wie viele andere Befestigungen gut erhalten und bietet einen interessanten Einblick in den Festungsbau dieser Epoche. Alle Bilder von Oliver Stelmaszyk.

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HMS Belfast

Eine Postkarte meines damaligen Schulfreundes Peter Lösch aus dem Jahr 1973, die immer noch in meinem Bastelraum steht, hat mich bewogen, endlich einmal die HMS Belast zu besichtigen.

Die HMS Belast war ein Leichter Kreuzer der Royal Navy im Zweiten Weltkrieg. Das Schiff ist Teil des Imperial War Museums und ist auf der Themse im Zentrum Londons vor Anker.

Die Belfast lief 1938 vom Stapel. Sie war an der Versenkung der Scharnhorst und an der Landung in der Normandie im Juni 1944 beteiligt. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde sie im Koreakrieg eingesetzt. Im Jahr 1965 wurde die Belfast außer Dienst gestellt und 1971 zu einem Museum umgebaut.

Der Besucher hat die Möglichkeit alle Decks der Belfast zu erkunden. Selbst für Landratten eine neue Erfahrung. Wie sieht ein Maschinenraum aus, wie hat die Besatzung gelebt, wie wurden die Geschütze bedient, wo saß der Kapitän und vieles mehr. Einfach toll. Der Besuch der HMS Belfast ist wirklich sein Geld wert.  

Alle Fotos: Oliver Stelmaszyk

 

 

Weiterführende Informationen:

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Wikipedia: HMS Belfast

Mitglied im Modellbauverband Rhein Main Neckar
verschwistert mit Maquette Club Thionville/Frankreich und Grupy Modelarstwa Kartonowego Rybnik/Polen
Mitglied im Ortsvereinsring Weisenau e. V. und im Geschichts- und Brauchtumsverein Weisenau e. V.
Medienpartner der Allgemeinen Zeitung und Kooperationspartner der Stadt Mainz (Jugendamt)
Veranstalter der Inspiration Modellbau
 
aktuelle Veranstaltungen siehe auch www.rheinweintour.de
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